Prüfung - Qualtitätssicherung

Prüfung Kabel - SWR und Dämpfung

Prüfung Kabel - SWR und Dämpfung

Prüfung - Test - Qualitätssicherung von konfektionierten Koaxialkabel

Sie haben bei uns die Möglichkeit Ihre gewünschte Kabelkonfiguration einer Test und Prüfung zu unterziehen. Es besteht die Auswahl von verschiedenen Prüfmethoden:

  1. Standardprüfung (kostenfrei)
    - statischer Widerstand des Innenleiters und des Schirms
    - Isolationstest der Leitung bei 500V DC
  2. S21 - Dämpfungsmessung (Aufpreis siehe Auswahl)
    - Prüfbericht mit Dämpfungskurve bis 7GHz
  3. S11 - Dämpfungsmessung und SWR oder VSWR (Aufpreis siehe Auswahl)
    - Prüfbericht mit Dämpfungskurve und Messkurve des Stehwellenverhältnisses bis 7GHz

Für die Prüfung verwenden wir ein eigens programmiertes Prüfprogramm und den Spectrum Analyzer Agilent N9322C. Der Prüfbericht liegt dem Kabel in Papierform bei. Auf Wunsch kann dieser auch als PDF-Datei per E-Mail zugesandt werden.

Qualtitätssicherung von konfektionierten Koaxialkabel

Begrifferklärung

Dämpfung (S21):
Die Dämpfung ist eine Minderung des Signalpegels beim Durchlauf des Innenleiters in Abhängigkeit zur Frequenz. Sie wird in Dezibel (dB) z.B. pro 100 Meter angegeben (Hersteller abhängig).

Stehwellenverhältnis (S11):
Das Stehwellenverhältnis SWR (englisch: standing wave ratio) oder VSWR (englisch: voltage standing wave ratio) ist ein Maß für die stehende Welle, die auf einem Wellenleiter durch Reflexion entsteht.

Auswirkungen auf das Kabel:
Der Wert des Stehwellenverhältnisses erlaubt eine Aussage über die Übertragungsverluste im Kabel. Es wird nur durch das Kabel und den Wert des Abschlusswiderstandes (z. B. einer Antenne) bestimmt und kann durch keine Maßnahmen am Sender geändert werden.

SWR = 1. Bei diesem Idealfall tritt keine Reflexion am Kabelende auf, weil der Abschlusswiderstand den korrekten Wert von beispielsweise 50 Ω besitzt. Die in das Kabel eingespeiste Leistung wird vollständig im Abschlusswiderstand verbraucht. Spannungen und Ströme haben überall auf dem Kabel den gleichen Wert. Die Energieverluste im Kabel sind minimal. Daraus folgt aber nicht, dass die Antenne besonders gut abstrahlt; denn wenn man die Antenne durch eine Dummy-Load mit korrektem Widerstand ersetzt, wird bei SWR = 1 keine Leistung abgestrahlt.

SWR ≈ 2. Ein gutes SWR bedeutet nur, dass zwischen Kabel und Antenne fast Leistungsanpassung vorliegt. Es liefert keine Aussage, ob die Antenne die zugeführte Leistung gut abstrahlt. Spannungen und Ströme unterscheiden sich an unterschiedlichen Stellen des Kabels geringfügig. Die Energieverluste im Kabel sind leicht erhöht.

SWR > 5. Ein schlechtes SWR bedeutet, dass sich die Wellenimpedanz des Kabels stark vom Wert des Abschlusswiderstandes unterscheidet. Nur ein geringer Teil der gelieferten Energie wird darin verbraucht, der Großteil wird zum Sender reflektiert. Spannungen und Ströme unterscheiden sich an unterschiedlichen Stellen des Kabels sehr stark. Im Kabel entstehen unnötig hohe Wärmeverluste. Bei bestimmten Bauarten, beispielsweise der in der Anfangszeit der Funktechnik verwendeten „Hühnerleiter“ (einer zwischen Sender und Antenne frei aufgehängten, luftisolierten Doppelleitung genau definierter Länge), waren diese Verluste auch bei hohem SWR relativ gering. Grund dafür ist, dass Luft auch bei hohen Spannungen kaum dielektrische Verluste erzeugt.

SWR = ∞. Bei offenem oder kurzgeschlossenem Kabelende tritt vollständige Reflexion der Leistung auf. Das Kabel wirkt wie ein Schwingkreis, dessen Resonanzwellenlängen und -frequenzen nur von der Länge und vom Aufbau des Kabels abhängen.

Quelle: Wikipedia