Ausbreitungsgeschwindigkeit
|
Die Signalausbreitungsgeschwindigkeit ist die Übertragungsgeschwindigkeit
der elektrischen Energie im Kabel, angegeben in [%] der Lichtgeschwindigkeit im freien Raum.
Beeinflusst wird die Ausbreitungsgeschwindigkeit durch Verdrillung des Mittelleiters und Flechtung des Außenleiters.
|
| AWG |
American Wire Gauge = Amerikanische Drahtlehre = Kodierung für den Leiterquerschnitt.
Je kleiner die AWG-Zahl, desto größer der Leiterquerschnitt.
|
| Bandbreite |
Bandbreite ist der nutzbare Frequenzbereich in [MHz] oder [GHz] einer Leitung,
in dem Daten in einer bestimmten Zeiteinheit übertragen werden können.
Je größer die Bandbreite, desto mehr Daten können übertragen werden.
|
| Bedeckung oder Abdeckung |
Äquivalent für die Schirmdämpfung des Abschirmgeflechts in [dB],
es kann auch ein Maß für die optische Abdeckung angegeben werden im [%].
|
| Crimpen |
Crimpen ist eine mechanische, lötfreie Verbindungstechnik.
Hier wird bei der Verbindung von z.B. Koaxialkabeln mit den dazugehörigen Steckverbindern mit einer
Crimpzange eine Metallhülse über die Schirmung geschoben und zusammengequetscht.
|
| Dämpfung |
Die Dämpfung ist der Leitungsverlust (Reduzierung der Signalamplitude)
vom Leitungsanfang zum Leitungsende. Da jeder Leiter als Sendeantenne wirkt, wird elektrische Leistung abgestrahlt,
dieser Wert (angegeben in dB) muss also konstruktiv klein gehalten werden.
Die Dämpfung nimmt mit zunehmender Frequenz und Kabellänge zu, d.h. der Signalpegel wird verringert.
|
| Dezibel |
Abkürzung: dB. Dezibel ist ein dimensionsloses Zahlenverhältnis.
Es ist der zehnte Teil eines
Bels und ist die in der Hochfrequenztechnik übliche Maßeinheit für die Dämpfung.
Beispiele: Pegel
|
| Dielektrikum |
Isoliermaterial zwischen Innen- und Außenleiter eines Koaxialkabels, er ist mitbestimmend für den
Wellenwiderstand und die Dämpfung.
|
| EMV |
Elektromagnetische Verträglichkeit: Der Begriff EMV ist definiert als die Fähigkeit einer
elektrischen Einrichtung in einer elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu funktionieren und
andere Einrichtungen nicht unzulässig zu beeinflussen. Dabei muss jede elektrische Einrichtung
gleichzeitig als Störquelle und als Störsempfänger gesehen werden. Die Übertragung der Störung
erfolgt über die Kopplung. Die Leitung selbst kann als eigentliche Störquelle angesehen werden.
Die Erzeugung elektromagnetischer Störungen muss soweit als möglich begrenzt werden, so dass ein
bestimmungsgemäßer Betrieb von Funk- und Telekommunikationseinrichtungen ermöglicht wird. Durch
geeignete Leitungskonstruktionen können Störsignale meist soweit minimiert oder abgeschirmt werden,
dass keine negativen Auswirkungen zu erwarten sind. Die Einflußfaktoren sind dabei die optische
Bedeckung des Schirms, besser Kombination von Geflecht und Aluminium- oder Kupfer-Folie.
Die Datenleitungen sollten immer (elektromagnetisch) getrennt, nicht parallel und in möglichst großem
Abstand von störenden Energieleitungen verlegt werden.
|
| FEP |
Perfluorethylenpropylen, Isoliermaterial, das außergewöhnlich gute elektrische, thermische,
chemische und mechanische Eigenschaften besitzt. Dauertemperaturen von bis 205°C und Einsatztemperaturen
von bis zu minus 90°C sind möglich.
|
| Gleichstromwiderstand |
Der Gleichstromwiderstand beeinflusst die übertragbare Leistung eines Koaxialkabels negativ.
Der Wellenwiderstand wird ebenfalls verschoben. Daher sollte dieser Wert durch geeignete
Materialien klein gehalten werden.
|
| Halogenfrei |
Isolierstoffe sollen frei von Halogenen wie Brom, Chlor, Flour und Jod sein.
Halogenfrei bedeutet also, dass ein Produkt als ganzes keine solchen Elemente enthält.
|
| Interferenz |
Bei der Interferenz werden mehrere Wellen im Raum überlagert. Zwei Wellen gleicher Amplituden,
gleicher Phasen verstärken sich. Wenn Wellenlängen dagegen gegeneinander verschoben werden,
so löschen sie sich aus.
|
| Isolationswiderstand |
Isolierstoffe setzen dem elektrischen Stromdurchfluss einen sehr hohen Widerstand entgegen.
Er ist zur Kabellänge umgekehrt proportional. Der Isolationswiderstand ist ein Maß für die
Güte des Isoliermaterials zwischen zwei Leitern oder zwischen einem Leiter und der Schirmung.
Das Isolationsmaterial bestimmt im wesentlichen den Isolationswiderstand. Dabei ist nicht so
sehr die Isolationsdicke entscheidend, sondern die Materialbeschaffenheit. Der Isolationswiderstand
ist längenabhängig, er wird in c angegeben. Seine Werte sollten bei 1 GOhm/km liegen,
bei längeren Strecken sinkt also der Isolationswiderstand.
|
| Kapazität |
Die Kapazität ist eine Störgröße, die die Bandbreite der Leitung begrenzt.
Es entsteht ein Tiefpass. So kann zum Beispiel eine hohe Kapazität das Eingangssignal so verändern,
dass es vom Empfänger am anderen Ende der Leitung nicht mehr fehlerfrei erkannt wird.
|
| Koaxiales Kabel |
Der Leiter ist durch das Dielektrikum von der Schirmung isoliert und befindet sich im Zentrum des Kabels.
Die Geometrie muss sehr genau eingehalten werden. Wird ein Koaxialkabel mit einem kleineren als dem
zulässigen Biegeradius geknickt, werden die elektrischen Werte nicht mehr eingehalten und das Kabel
ist für bestimmte Anwendungszwecke nicht mehr brauchbar.
|
| Low Loss Kabel |
Koaxialkabel mit geringer Dämpfung. Dies wird durch doppelte Schirmung, (versilberte) Kupferleiter
und bessere Dielektrika erreicht.
|
| Low Noise Kabel |
Koaxialkabel, das mit konstruktiven Maßnahmen eine Kapazitätsänderung durch Bewegung des Kabels dämpft.
Das Eigenrauschen ist ebenfalls geringer als bei herkömmlichen Kabeln.
|
| Mantel |
Äußere Isolierhülle einer Leitung mit einer oder mehrerer geschirmten oder ungeschirmten Adern.
Die Anforderungen an den Mantel sind Temperaturbeständigkeit, Abriebfestigkeit und Druckfestigkeit.
|
| MIL |
Militär-Spezifikationen, Militär-Standard (USA) engl.: Military Specification, Military Standard (USA)
|
| PE |
Polyethylen, meist verwendetes Dielelektrikum-Material, wird auch geschäumt verwendet, zur Verbesserung der elektrischen Werte.
|
| PP |
Polypropylen gehört, wie Polyethylen, zur Gruppe der Polyolefine.
|
| PTFE |
Polytetrafluorethylen, auch bekannt unter dem Markennamen Teflon®, lösungsmittel- und temperaturbeständig bis 260°C,
beste elektrische Eigenschaften, aber hohe Materialkosten.
|
| PUR |
Polyurethan, sehr witterungsbeständiger Isolierstoff
|
| PVC |
Polyvinylchlorid, thermoplastischer Kunststoff, Flexibilität wird mit Weichmachern erzielt,
Beständigkeit 70° bis 105°C.
|
| RG/U |
Abkürzung für Radio Guide Utility. Militärbezeichnung für Koaxkabel.
|
| ROHS |
Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances, dt.: Beschränkung (der Verwendung bestimmter)
gefährlicher Stoffe. Die RoHS regelt die Verwendung von gefährlichen Stoffen in Geräten und Bauteilen
und ist in der EG-Richtlinie 2002/95/EG verankert.
|
| Rückflussdämpfung |
Bei metallischen Kabeln versteht man unter der Rückflussdämpfung (engl. Return loss)
das Verhältnis von eingespeister Energie zu rückgestreuter Energie. Solche Rückstreuungen
treten durch Inhomogenitäten innerhalb des Kabels oder im HF-Stecker auf. Dabei wird ein Teil
der Signalenergie reflektiert und breitet sich in entgegen gesetzter Richtung im Kabel aus. Dieser
Signalanteil wird in Relation gestellt zu dem eingespeisten Signalpegel. Das Verhältnis ist die
Rückflussdämpfung, die in dB (Dezibel) angegeben wird und in einem unmittelbaren
Zusammenhang mit dem Stehwellenverhältnis (VSWR) steht.
|
| Schirm |
Leitende Umhüllung einer oder mehrerer Adern zum Schutz vor elektromagnetischen oder
elektrostatischen Störungen. (Siehe auch EMV) Es gibt einfach- und doppelt geschirmte Koaxialkabel.
|
| Triaxiales Kabel |
Um den Mittelleiter sind zwei voneinander isolierte Schirmungen angebracht, der äußere Schirm dämpft
das vom inneren Schirm (Rückleiter) verursachte elektrische Feld.
|
| Twinaxiales Kabel (PiMf) |
Symmetrische Leitung, zwei voneinander isolierte Leitungen sind von der Schirmung umgeben,
STP = Shielded Twisted Pair. Für hohe Übertragungsraten wird nicht nur ein Außenschirm,
sondern insbesondere eine Paarabschirmung eingesetzt. Im Signalempfänger am Kabelausgang
werden die Teilsignale der beiden Leiter mit ihrem Absolutwert addiert,
woraus das Gesamtsignal entsteht. Bei dieser Addition heben sich die Störsignale in
den beiden Einzelleitern auf, so dass ausschließlich das Nutzsignal zur Verfügung steht.
Damit ist das symetrische Übertragungsprinzip wesentlich unempfindlicher gegenüber äußeren Störeinflüssen.
|
| UL |
UL = Underwriters Laboratories - Normungsstelle in den USA,
UL anerkannte Produkte erfüllen höhere Anforderungen in Bezug auf Temperatur und Isolation.
|
| ViMf |
Vierer in Metallfolie (ViMF) ist die deutsche Bezeichnung für ein STP-Kabel
mit zwei verdrillten Aderpaaren, die durch eine Metallfolie geschirmt sind.
Die Art der Verseilung kann als Sternvierer oder als zwei verdrillte Leitungspaare ausgeführt sein.
|
| Wellenwiderstand |
Die Impedanz ist eine Größenangabe, die das Verhältnis von elektrischen zu magnetischen
Wellen einer Datenleitung darstellt. Der Wellenwiderstand ist für die Kompatibilität von
Einzelkomponenten eines Datenübertragungssystem von entscheidender Bedeutung. Alle Elemente
einer Datenverbindung müssen den gleichen Wellenwiderstand besitzen (z.B. Senderausgang, Steckverbinder,
Kabel, Empfängereingang). Der Wellenwiderstand wird durch den Innendurchmesser des Außenleiters,
den Außendurchmesser des Innenleiters und die die Dielektrizitätskonstante der Isolierung berechnet.
|